Im Frühjahr 1952 ging der Name Prof. Dr. Enderlein in Zusammenhang mit einem
umstrittenen Heilmittel durch die Presse. "Endobiont-Chondritin", hieß sein
Medikament, das nach Pressenotizen Lymphdrüsenerkrankungen auch Brustkrebs mit
Erfolg behandelt haben sollte.
Prof. Günther Enderlein hatte ein Heilmittel auf der Basis eines weiteren Zweiges
der Grundlagenforschung innerhalb der Mikrobenlehre entwickelt. Die öffentlichen
Angriffe gegen ihn zielten auf seine Behauptung ab, Schimmelpilze, Bakterien und
Viren seien nicht starre Erscheinungsformen sondern Kleinstlebewesen, die dem Gesetz
eines Entwicklungskreislaufes folgten und sich entsprechend weiterentwickeln könnten.
Bakterien seien somit das Ergebnis eines Gestaltwechsels von primitiven mikrobischen
Urformen. Diese Theorie des Gestaltwechsels von Krankheitserregern wurde zur maßgeblichen
Grundlage seiner Heilmittelforschung. Das Krebsbekämpfungsmittel "Endobiont Chondritin"
vertrieb Prof. Enderlein über sein eigenes immunbiologisches Institut. Mit der Begründung,
Prof. Enderlein mißachte hygienische Vorschriften zur Herstellung von Impfstoffen, mußte
er kurzfristig sein Institut schließen. Doch Prof. Enderlein erhob Klage gegen den Beschluß,
erreichte eine aufschiebende Wirkung und nahm kurz darauf den Verkauf seines Anti-Krebsmittels
wieder auf. Doch Ärzte und Heilpraktiker berichten auch heute noch von einer hohen Erfolgsquote,
die sie bei der Behandlung von chronischen Krankheiten mit den Enderlein Medikamenten bisher
erzielt haben.
Was war an seinen Erkenntnissen so umwälzend, daß er in der
Fachwelt auf derart heftige Ablehnung stieß ?
Prof. Enderlein verschreckte mit Begriffen wie Pleomorphose, Symbiose und Cyclogenie.
Was bedeuten diese Begriffe ?
Prof. Enderlein wurde 1872 als Sohn eines Lehrers in Leipzig geboren. Enderlein studierte Naturwissenschaften und
wurde später während des ersten Weltkrieges in Berlin am Zoologischen Institut mit der Erforschung von Bakterien
betraut. Fleckfieber hieß eine neue Geißel von Infektionskrankheit, die bei den Truppen an der Front akut epidemisch
auftrat und viele Todesopfer forderte. Bei der Untersuchung des Krankheitserregers mit Hilfe des Dunkelfeldmikroskopes
entdeckte Enderlein bewegliche Kleinstlebewesen. Diese Kleinstlebewesen bewegten sich nicht nur, sie waren auch gezielt
aktiv. Sie suchten die Verbindung zu höher organisierten Bakterien und verschmolzen mit ihnen. Enderlein konnte
beobachten, daß die Kleinstlebewesen die höher organisierten Bakterien in eine niedrigere Form umwandelten.
Dies bedeutete, daß Bakterien, die den Organismus negativ beeinträchtigen, durch Mikroben ihres eigenen
Entwicklungskreislaufes in eine unschädliche Daseinsform zurückgewandert wurden.
Ende des 19. Jahrhunderts gab es in der Bakteriologie zwei verschiedene Auffassungen über den Mikroorganismus. Der
Pleomorphismus (Mehrgestaltigkeit) wurde von Antoine Bechamp vertreten. Er hatte herausgefunden, daß alle tierischen
und pflanzlichen Zellen die Weiterentwicklung eines sogenanntes "Urkörnchen" darstellten. Dieses "Urkörnchen" war ein
Eiweißkolloid, das die organischen Zellen nach ihrem Absterben überlebte. Es war Bechamp, der als erster postuliert
hatte, daß Viren, Bakterien und Pilze im lebenden Organismus nicht starre Erscheinungsformen darstellten, sondern
eigentlich das Ergebnis von mutierenden Mikrobenarten.
Im Gegensatz zum Pleomorphismus vertrat der Monomorphismus die Auffassung, daß Bakterien und andere Mikroorganismen ihr
Erscheinungsbild nicht ändern. Mikroben wurden dementsprechend in verschiedene Ordnungen, Familien und Gattungen
eingeteilt. Jede Infektion wurde einer Erregerart zugeordnet, die auftretenden Symptome der Erregerart entsprechend
isoliert vom Wirtsorganismus behandelt. Einer der Vertreter des Monomorphismus nannte sich Louis Pasteur. Als der
prominentere Wissenschaftler seiner Zeit sorgte er im wesentlichen dafür, daß die pharmazeutische Industrie
Bakterienbekämpfungsmittel ausschließlich nach der monomorphistischen Auffassung zu entwickeln begann. Ihm war
es auch zu verdanken, daß sich der Monomorphismus auch als dominierende Lehrmeinung in der Biologie und der Medizin
durchsetzte.
"Das Blut ist steril", so hieß es nach Virchow, einem anerkannten Forscher, der um die Jahrhundertwende zur gleichen Zeit
wie Bechamp und Pasteur wirkte. Er vertrat auch die Meinung, daß die Zelle die letzte biologische Einheit des Lebens sei
und nach dem Tode zu Staub zerfiele wie der Organismus selbst.
Enderlein setzte bei seinen Forschungen über die Ursachen des Fleckfiebers die Dunkelfeldmikroskopie ein. Seine Entdeckungen
über den Mikroorganismus deckten sich mit den Forschungsergebnissen von Bechamp, dessen Arbeiten nach der Verbreitung des
Monomorphismus in Vergessenheit geraten waren. Auf dieser Basis entwickelte Enderlein die Lehrmeinung, daß alle
Mikroorganismen Teile eines Entwicklungskreislaufes bildeten. In seinen Veröffentlichungen über Cyclogenie stellte
er dar, daß dieser Entwicklungskreislauf (Zyklode) bei den Primitivphasen der Mikroben beginne. Er geht in die
Bakterienphasen über und erreicht in der Auswucherung zum Pilz seinen Höhepunkt. Der Kreislauf beginnt mit einem
Körnchen, einem pflanzlichen und beweglichen Eiweißkolloid, das "Protit". Enderlein nannte es auch das Urbaustein
des Lebens. Damit war Virchows These, daß die Zelle die kleinste organische Einheit sei, widerlegt.
Enderlein hatte unter dem Dunkelfeldmikroskop entdeckt, daß diese Mikroorganismen in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien,
Verbindungen miteinander eingehen. Die unschädlichen Mikroben niederer Wuchsformen suchten die zu schädlichen Bakterien
entarteten Mikroben auf, verschmolzen mit ihnen und eliminierten die Schädlinge auf diese Weise. Ein Prozeß, der dem
biologischem Gesetz des Ausgleiches folgt und sich somit gewaltlos vollzieht. Die Abbauprodukte die bei der Kopulation entstehen,
werden durch Haut, Nieren, Darm und Bronchien ausgeschieden.
Welchen Gesetzmäßigkeiten unterliegt der
Entwicklungskreislauf der Mikroben ?
Was wir über Mikroben wissen sollten
Prof. Enderlein hatte herausgefunden, daß der bakterielle Entwicklungskreislauf von unzähligen, unterschiedlichen Wuchsformen
besiedelt sein kann. Dabei unterteilte Enderlein diesen Kreislauf in pathogene, das heißt schädliche und in apathogene,
unschädliche Phasen. Bakterien gehören demnach als höher entwickelte schädliche (valente) Wuchsformen in die pathogene
Phase der Zyklode, die gemäß ihres Wirkens auf die Körpersubstanz auch als Parasiten bezeichnet werden.
Nun kann der Körper ohne einen Mindestbestand an Mikroben nicht leben. Die Mikroben in ihrer Primitivform leben im
Einklang mit dem Wirtsorganismus. Sie wirken regulativ im Körpermilieu und leisten unverzichtbare Arbeit daran, daß der
Stoffwechsel funktionieren kann. Die Aufwärtsentwicklung von den Primitivformen der Mikroben zu den valenten Wuchsformen
entsteht nicht zwangsläufig. Sie geschieht nur dann, wenn die Symbiose der Mikroben mit dem Körperumfeld bzw. der Einklang
mit dem Wirtsorganismus gestört ist. Man spricht in diesem Fall von einer Entriegelung (Mochlolyse), das heißt, der
regulative Mechanismus der Mikroben muß im Falle einer gestörten Symbiose zum Wirtsorganismus entgleisen.
Wie geschieht die Aufwärtsentwicklung in die parasitäre Phase?
Die primitivste Entwicklungsform jeder Mikrobe ist nach den Erkenntnissen von Bechamp und Enderlein das Protit,
ein Eiweißkolloid. Eiweißkolloide können sich in Abhängigkeit vom organischen Milieu zu verschiedenen Formen
zusammenlagern. Bereits diese Verstaatlichung der Eiweißkolloide stellt die erste Stufe zur Aufwärtsentwicklung
dar. Die zusammengelagerten Protite nehmen dabei verschiedene Gestaltformen an. Diese Gestaltformen werden auch
als Symbionten bezeichnet. Die eindimensionale Vermehrung der Protite führt zur Bildung feinster Fäden, sogenannter
Filiten. Die zwei- bzw. dreidimensionale Vermehrung stellt als Ergebnis den Symprotiten dar. Alle drei Phasen gemeinsam
werden zu einem Chondriten zusammengefaßt. Chondritin war ein Namensbaustein von Enderleins Krebsheilmittel. Somit liegt
der Schluß nahe, daß Enderlein bei seiner Heilmittelherstellung in diese Phase der Bakterienentwicklung eingriff, und
Chondriten als Substanz für sein Heilmittel verwandte.
Wie geschieht die Umwandlung in die pathogene Form ?
Die mehrdimensionalen Gestaltformen, die Symprotiten der apathogenen Phase benutzen wiederum weitere Protite, um Reservestoffe
anzusammeln. Aus diesen Eiweißreserven geht eine kugelförmige Zelle hervor, das Mychit. Das Mychit ist bereits die
morphologische Grundeinheit der Bakterie. Das Mychit ist auch die Voraussetzung dafür, daß sich die Bakterie sexuell
(das heißt durch Verschmelzung und nicht durch Zellteilung) fortpflanzen kann. Der Symprotit, der sich zur Bakterie
aufwärtsentwickelt, wird auch Endobiont genannt. Die geschlechtliche Verschmelzung der Symbionten aus der Primitivphase
des Bakterienkreislaufes mit dem Kern bzw. dem Mychit der Bakterie ist letztlich die Entmachtung des Schädlings aus dem
lebenden Organismus.
Der Mucor racemosus und Aspergillus niger Bakterien
laufen zu ihrer Hochform auf
Enderlein hatte herausgefunden, daß der Organismus zur Entwicklung einer unendlichen Vielzahl von Krankheitsbildern letztlich
nur wenige Bakterienstämme benötigt. Denn aus nur wenigen Bakterienstämmen kann sich nach seinen Erkenntnissen eine Vielzahl
der unterschiedlichsten Krankheitsformen entwickeln. Auch können die Bakterienzykloden in Mischformen auftraten, so daß an
einem Krankheitsherd häufig die wenigen unterschiedlichen Bakterienzykloden beteiligt sein können. Enderlein arbeitete demnach
hauptsächlich mit den Symbionten von zwei Zykloden; dem Mucor racemosus und dem Aspergillus niger. Nach seinen Forschungen
konnten sich aus der Zyklode des Mucor racemosus alle Erkrankungen entwickeln, deren entartete Bakterien direkten Einfluß
auf das Blut ausübten. Diesen Symbionten ordnete Enderlein beispielsweise Venenerkrankungen, Gehörstürze, Schlaganfälle,
bestimmte Rheumaformen und aber auch die Neigung zu Blutgerinnung zu. Enderlein wies nach, daß die Endobionten aus
dieser Zyklode bei Eintritt in die pathogene (parasitären) Phase im Organismus die zunehmende Verdickung des Blutes
bewirkten. Enderlein bezeichnete diesen Vorgang als Stausucht. Er beschrieb, daß die Bildung der Blutgerinnsel,
durch die Vernetzung von roten Blutkörperchen entsteht. Aus einem Symprotit entsteht ein Filit, ein Fädchen, das
wiederum fähig ist, weitere Fädchen zu bilden. Die Fädchen verbinden sich untereinander zu einem Netz. Der
beginnende Prozeß der Vernetzung läßt sich bereits unter dem Dunkelfeldmikroskop erkennen. Somit kann eine
zukünftige Blutverdickung bzw. Thrombosebildung in der Aterie frühzeitig prognostiziert werden.
Aufgelöst werden kann die Thrombose beispielsweise, indem der Behandelnde apathogene Formen des Pilzes Mucor
racemosus direkt in die Thrombose injektiert. Symbionten aus der Mucor racemosus Zykloden verschmelzen mit
dem Pilz. Der Abbau der parasitären Form geschieht, indem sich die Thrombose durch eine Vereiterung auflöst.
Die Vereiterung zeigt die Umwandlung der pathogenen Wucherform in einen Zellabfallstoff.
Alle Entartungen, die im weitesten Sinne mit dem Kalciumstoffwechsel ordnete Enderlein der Zyklode im
Verbindung stehen. Das Halswirbelsyndrom ist auch eine Erkrankung der Mucor racemosus Zyklode. Eine
verschobene Halswirbelsäule kann zu Gehörstörungen und zu ständigem Schwindel führen.
Halswirbelerkrankungen beruhen häufig auf Muskelverspannungen im Schulter- und Kopfbereich,
die heftige und hartnäckige Kopfschmerzen und Schwindelanfälle verursachen können.
Muskelverhärtungen sind oft das Resultat von Durchblutungsstörungen durch die Fehlstellung
der Wirbelsäule. Die Fehlstellung der Wirbelsäule kann wiederum von einem schiefstehenden
Becken oder einem kürzeren Bein verursacht sein. Muskeln und Sehnen gleichen die Fehlhaltung
so lange aus, bis sie mit zunehmenden Alter an Elastizität verlieren. Durch den Rückgang
der Elastizität wird der Schmerzkreislauf über die fehlende Durchblutung bis in die
Halswirbel fortgesetzt. Auch läßt sich die fehlende Durchblutung beispielsweise durch
die Injektion der Symbionten (Bakterienprimitivformen) aus der Mucor racemosus Zyklode
behandeln.
Der Pilz Aspergillus niger ist bekannt für seine extreme Überlebensfähigkeit. Er pendelt
als Verwandlungskünstler zwischen mehreren verschiedenen Pilzzykloden und verschmilzt mit
deren Mikroben und sorgt auf diese Weise für die Entstehung von unzähligen, unterschiedlichsten
Erregerformen. Dieser Zyklode werden Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis, Tuberkulose und
Lungenentzündung zugeschrieben. Darüber hinaus ist der Aspergillus niger auch für Defekte im
Skelettsystem, für Störungen im Kalkstoffwechsel und für die Bildung von Krebstumoren zuständig.
Enderlein entwickelte zur Behandlung von Bronchialkrankheiten Medikamente aus den Symbionten
dieser Zyklode. Die Einnahme kann beispielsweise über Injektionen erfolgen oder in Tropfen- bzw.
Tablettenform.
Als weitere Zykloden sind Candida albicans sowie der Penicillium notatum zu nennen, die beispielsweise
mit Sinusitis in Verbindung stehen. Enderlein legte bei der Zuordnung der Krankheitsbilder zu den
Zykloden nur grobe Richtlinien fest. Letztlich ist nicht die Zuordnung der Zyklode zu einem Krankheitsbild
entscheidend. Wesentlich ist der Blick auf das Wirtsmilieu. Das Wirtsmilieu bietet die Voraussetzung dafür,
daß sich die apathogenen Formen der nützlichen Mikroben zu schädlichen, parasitären Wuchsformen
aufwärtsentwickeln können.
Der Organismus und sein Milieu
"Und der Mensch reagierte so lange sauer, bis er Gift und Galle schmeckte. Er erkrankte an seiner
Bitterkeit, bis er bald vergiftet war, an Leib und auch an seiner Seele".
Im Altertum wurden Erkrankungen des Menschen auf Veränderungen der Körpersäfte zurückgeführt. Heute
spricht man von dem pH-Wert, der im Körper den Ausgleich zwischen Basen und Säuren anzeigt, der zur
Stabilität im Organismus beiträgt. Es ist das Umfeld des Körpers, das die Mikroben mit Hilfe von Basen
nährt, oder im Falle eines hohen Säuregehaltes an ihnen zehrt. Es ist somit die Zusammensetzung von Basen
und Säuren im Zellgewebe selbst, das den Mikroben das Milieu bietet, sich zu Parasiten zu entwickeln.
Es sind die niederen alkalischen Mikroben und die Bakterien mit Säuregehalt, die sich gegenseitig fressen,
einem Automatismus folgen, der die Vermehrung der parasitären Formen verhindert. Gestört ist das Verhältnis
dann, wenn die Menge der säurehaltigen Bakterien die Menge der niederen Bakterien mit Alkalitätsgehalt übersteigt.
Meßbar ist der Säuren- und Basengehalt des Körpers über den pH-Wert des Urins. Der intrazelluläre pH-Wert
bewegt sich im Basischen zwischen 7,28 und 7,45. Ein pH-Wert, der weit unter 7 liegt, zeigt an, daß der Körper
bereits stark in das saure Milieu abgesunken ist. Das Ergebnis des sauren Milieus ist eine gefährliche Mangeldurchsaftung
des Gewebes und unter Umständen eine blockierte Blutzirkulation. Wichtige Mineralien werden dem Gewebe nicht
mehr zugeführt. Die lebensnotwendige Abfuhr der Abbauprodukte des Zellsoffwechsels ist nicht mehr gewährleistet.
Die Abbauprodukte lagern weiter in schädigender Form in den Zellen. Die Zellen beginnen vor sich hin zu säuern.
Wie kommt die Verschiebung von Basen und Säuren ?
Das saure Milieu kann das Ergebnis einer Kette von Ursachen sein. Hierzu zählt als erstes eine falsche Ernährung.
Eine Weißmehl-, Weißzucker- und eine Eißweißmast durch zuviel Fleisch, Eier, Milch und Milchprodukte begünstigen
die Übersäuerung. Dazu kommen exogene Gifte durch die Chemisierung und die Technologisierung der Arbeitswelt. Viele
Arbeitnehmer sind unphysiologischen Bedingungen am Arbeitsplatz ausgesetzt. Die Vernachlässigung des pH-Wertes beginnt
bereits bei der Bebauung der Agrarflächen. Die Behandlung des Bodens mit Fungiziden und Pestiziden belasten bereits
pflanzliche Organismen, bevor die Giftstoffe den menschlichen bzw. den tierischen überhaupt erreicht haben. Der
bakterielle Kreislauf ist einem kosmischen unterworfen. Meteologische Einflüsse in Gestalt einer Regenfront können
bereits das mikrobielle Geschehen verändern. Letztlich sind es auch die seelischen Verspannungen, die den Atem nehmen,
eine Sauerstoffzufuhr verhindern, zur Verdickung des Blutes führen und schwere Schäden am Organismus auslösen.
Selbst Pasteur, der große Vertreter des Monomorphismus soll am Ende seiner Laufzeit doch zugegeben haben: "Es sind nicht
die Viren, Bakterien und die Pilze, die dem Körper übles tun. Am Anfang steht das vergiftete Milieu". Somit ist es der
Umgang mit dem eigenen Körper, der dem Protit, dem Urbaustein des Lebens keine saubere Heimat mehr bietet.
Was ist das Geheimnis des Protits ?
Wie kann es sein, daß sein Wirken einen derartigen Einfluß
auf Körper, Geist und Seele hat ?
Am Anfang war das Protit
Prof. Enderleins Entdeckungen über die Bakterienzyklode folgten einer Erkenntnis von Lao Tse: "Jedes Ding geht nach
seiner vollen Entfaltung wieder zu seinem Ursprung zurück".
Enderlein hatte erkannt, daß im Blut der Säugetiere immer ein Symbiont pflanzlicher Herkunft lebt. Was bedeutet dies ?
Er fand heraus, daß die Zyklode des Aspergillus niger für den Kalziumstoffwechsel eine Bedeutung besitzt. Die
Anreicherung von Kalzium war ursprünglich maßgeblich für die Entstehung der Wirbeltiere. Als Beweis seiner Hypothese
führte Enderlein die primitive Urform der Wirbeltiere, das Lanzettfischchen an. Es besaß noch kein Knochenskelett.
Die Aufwärtsentwicklung des Aspergillus niger bewirkte eine Verkalkung im Organismus dieses Lanzettfischchens. Daß
heißt, aus der Genese des Lanzettfischches entwickelte sich das erste Knochengerüst. Die Wirbelsäule konnte entstehen.
Enderlein verknüpfte, daß die Genese der Bakterienform des Aspergillus niger somit eng verbunden ist mit der Genese
aller Wirbeltiere. Auch heute gibt es noch Kaltblüter in der Tierwelt, wie beispielsweise die Schildkröte, deren
Organismus von dem Tuberculosebazillus besiedelt ist.
Das Protit wird mit seiner Größe von einem hunderttausendstel bis millionstel Millimeter auch deswegen als Kosmopoliten
bezeichnet, da es allgegenwärtig ist. Der Mucor-Protit ist in jeder Zelle höher entwickelter Lebewesen vorhanden. In
seiner Primitivform ist er als Symbiont ein wichtiger Regulator für den Stoffwechsel. Bis er zum höchsten Entwicklungstand
seiner Zyklode herangereift ist, hat er sich in seinen pathogenen Zwischenphasen als Endobiont bereits an vielen Krankheiten
und Funktionsstörungen beteiligt. Der Endobiont verläßt auch nach dem Tode den Körper nicht, sondern sorgt in seiner
hochvalenten Form für die Verwandlung des Körpers zu Staub. Das bedeutet, daß der Endobiont auch für die Zersetzung der
stofflichen Substanzen des Körpers zuständig ist. Als Protit sinkt er nach der Auflösung der Körperzellen in Grund und
Boden und kann nach dem, was Enderlein herausgefunden hat, über die Versorgung der Haushalte mit Trinkwasser in die
Organismen wieder zurückkehren. Letztlich ist noch nicht erforscht, wie hitze- und kältebeständig das Protit ist. Es
wird jedoch davon ausgegangen, daß das Element Feuer das Protit zerstören kann.
Robert Mayer formulierte im vorigen Jahrhundert das Gesetz und die Erhaltung der Energie. Er postulierte, daß keine
Energie spurlos verschwinden kann. Deshalb ist es unvorstellbar, daß die eigentlichen Kraftquellen des menschlichen
Daseins, einschließlich der genetischen Informationen, die sich in einer Zelle befinden, bei ihrem Zerfall in Nichts
auflösen.
Die Psychogenetik und das Zellgeschehen / Von den Folgen einer gestörten Ursymbiose
Im pleomorphistischen Sinn gehen Veränderungen der pflanzlichen Grundelemente des Blutes vor sich, wo Mykosen auftreten.
Mykosen sind Pilze und Pilze stellen die höchste Stufe eines Bakterienkreislaufes dar. Sie bilden genetisch die
Schnittstelle zwischen einer Bakterie und einer Pflanze. Was im landläufigen Sinne unter einer Pilzform bekannt ist,
ist der Fruchtkörper. Der eigentliche Pilz dehnt sich in Form von Fäden aus, die sich über den Organismus als ein
feines Spinnennetz ausbreiten. Auftretende Pilzarten sorgen für eine Vorschädigung des Gewebes, wodurch den Mikroben
der apathogenen Phase das Milieu geboten wird, sich aufwärts zu entwickeln. Doch neben Umwelteinflüssen und einer
ungünstigen Ernährung ist es die Psychogenetik, die wesentlich im Zellgeschehen mitwirkt. Was heißt das ?
Alle Lebensvorgänge physiologischer Natur sind mit Hilfe der überall vorhandenen Mikroorganismen vereint. Wie bereit
erwähnt haben diese Lebewesen eine noch unerforschte Eigendynamik oder auch Wahrnehmung. Insbesondere bei höher
organisierten Lebewesen (Vielzeller) kommt dieser Eigendynamik oder auch der "Zellseele" eine Bedeutung zu. Sie
ist mit dem zentralen Nervensystem verbunden. Es findet auf diese Weise ein interaktiver Austausch zwischen der
Zellseele und dem vegetativen Nervensystem statt. Im menschlichen Bewußtsein wird diese Verbindung nicht wahrgenommen.
Sie macht sich lediglich in der Grundstimmungslage bemerkbar. Eine heitere oder eher düstere Stimmung als das Ergebnis
von nützlichen oder schädlichen Informationen zwischen Zellseele und dem Nervensystem wird so schnell von niemanden
vermutet. Hier liegt der mögliche Geheimschlüssel für alle menschlichen und scheinbar unverständlichen Verhaltensweisen
begraben.
Der Schluß liegt nahe, daß für andere seelische Störungen das gleiche Symbiosegleichgewicht der Zelle eine kardinale Rolle
spielt. Eine Zelle enthält: Zellkern, Protoplasma, Zellhaut und die in diesen Bestandteilen enthaltenen Mikroorganismen.
Diese Mikroorganismen oder Kleinstlebewesen sind die eigentliche Kraftquelle des Lebens. Bei der Erschöpfung der Mikroben
müssen falsch zusammengesetzte Eiweiße entstehen, da das Regulativ fehlt. Es werden in den Zellen Stoffe abgelagert, die
im vegetativen Nervensystem ein negatives Wohlbefinden auslösen. Das allgemeine psychische Wohlbefinden gerät ins Wanken,
da die Fremdbelastung die Grundstimmung unbewußt schädigend beeinflußt. Es entstehen Gleichgültigkeit und Aggressionen.
Wer chronisch zellbelastet ist, verhält sich nicht wie ein Gesunder. Er hat andere Empfindungen. Für ihn ist das Leben
unerträglich vor Sinn- und Freudlosigkeit. Suchterkrankungen (Alkohol, Heroin, Tabletten) sind häufig eine Folge versteckt
vorhandener Depressivität. Infektionskrankheiten können diesen Prozeß in Gang bringen, wenn sie auf eine latent vergiftete
Zelle stoßen. Durch Wiederherstellung des Symbiosegleichgewichts zwischen den Mikroorganismen und dem Milieu kann einem
Rauschgiftsüchtigen geholfen werden, die empfundene Lehre in seinem Leben mit Sinnhaftigkeit auszufüllen. Nicht durch
Entzug eines Suchtmittels, sondern durch Zusatz der Mikroben aus den Primitivphasen wird dem Kranken bei seiner
Zwanghaftigkeit geholfen.
Allerdings verfehlt der Zusatz von Mikroben aus der Primitivphase immer seinen Zweck, wenn nicht gleichzeitig eine
Milieubereinigung vorgenommen wird. Das bedeutet, Mikroben lassen sich ersetzen. Jedoch muß das Milieu von Giften
durch ausscheidungsfördernde Kuren bereinigt und mit basenhaltigen Stoffen versorgt werden. Mikroben brauchen ein
sauberes Umfeld, damit sie die Symbiose mit dem Wirtsorganismus aufnehmen und ihre heilenden Funktionen erfüllen können.
Am Anfang war die Pest, dann folgte der Krebs, und was kommt danach ?
Jahrhundertelang waren es Seuchen wie die Pest, die Pocken und die Cholera, die ganze Landstriche ausrotteten. Bevor
Bakterien als Verursacher entdeckt wurden, war er es der feste Glaube an Gottes Wirken, der mit zornverfalteter Stirn
die Menschheit für ihre Sünden bestrafte. Nachdem die Vertreter des Monomorphismus die Lehre von der Eingestaltigkeit
der Bakterien durchgesetzt hatten, wurden Gegenmittel wie Penicillin, Antibiotika, Cortison und weitere Zytostatiker
entwickelt. Nach jeder Entdeckung eines neuen Gegenmittels zum Abtöten der Bakterien wurden die Seuchen mit ihren
Auswirkungen tatsächlich gedämmt. Die Vermutung lag jedes Mal nahe, die aufgetretenen Viren als eigentliche
Krankheitsverursacher erfolgreich bekämpft zu haben. Heute gibt es keine Pest mehr und Fälle von Cholera wurden
nur noch wenige gemeldet. Krankheiten, die sich im aktuellen Zeitalter epidemieartig ausbreiten heißen jetzt Krebs
und Aids. Darüberhinaus entstehen immer wieder neue Krankheitsbilder mit Symptomen geschwächter Immunsysteme.
Enderlein hatte herausgefunden, daß das Protit unsterblich ist, Symbionten äußerst hartnäckige Überlebenskünstler
und Pilze unbegrenzt einfallsreich in der Fähigkeit, ihre Gestalt zu wandeln.
Eine Behandlung mit Symbionten aus der Primitvphase eines pathogenen Pilzes ist dauerhaft nicht erfolgreich, wenn
nicht gleichzeitig das Milieu eines Organismus miteinbezogen wird. Milieupflege bezieht neben einer ballasthaltigen,
säurearmen Ernährung auch das Umfeld mit ein. Das müßte bedeuten Schadstoffbewußtsein bei der industriellen Produktion,
Feld und Flur mit natürlichem Kompost zu bearbeiten sowie alle weiteren natürlichen Ressourcen zu schützen und sorgsam
zu behandeln. Die Medikamente von Enderlein führen natürlich kurzfristig auch zur Bewältigung von Krankheitssymptomen.
Mittelfristig liegt es jedoch bei jedem chronischen Krankheitsbild nahe, die jeweilige Lebensweise auch ganzheitlich
zu betrachten. Dazu gehört eine bewußte und verantwortungsvolle Pflege des eigenen Körpersmilieus. Hierzu gehört aber
auch der schonende und bewußte Umgang mit dem Umfeld, in dem sich der Körper befindet.
Da die Entwicklungsgesetze der Zykloden nicht nur für den Menschen, sondern für Wirbeltiere gelten, lassen sich die
Bakterienpräparate nach Enderlein auch sehr erfolgreich in der Tierheilkunde einsetzen. So handelte einmal ein Tierarzt.
Als Zirkus Belli in Hamburg gastierte, wurde er zu einem Kamel gerufen. Das Kamel fraß nicht mehr, ließ den Speichel
aus seinem Maule laufen, selbst der Höcker hatte einen schlotterigen Sitz und begann, sich traurig abwärts zu neigen.
Der Arzt fand Entzündungen an Bug- und Kniefaltendrüsen. Das Leiden des Kamels wurde mit einem Symbionten nach
Enderlein behandelt. Kurz darauf war das Kamel wieder munter, fraß mit bestem Appetit, konnte auch wieder das
Sabbern lassen. Aber auch der Höcker hatte sich gefestigt und begann, sich wieder nach oben hin steil auszurichten.
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